Aussen Barbie innen Einstein

Haben Sie sich heute schon verglichen? Sich zu vergleichen ist eine typische Eigenschaft von uns Menschen und sie ist der Motor mehr erreichen zu wollen.

Dies haben natürlich auch die Network Firmen und Magazine erkannt und so können wir regelmäßig lesen wie  sich Hänschen Müller der Mechaniker in kurzer Zeit in einen Hans Müller, nächster Network Super Star gewandelt hat. Wie er in wenigen Monaten die höchste Stufe des Marketingplans erreicht hat und fünfstellig oder gar sechsstellig verdient. Das soll das „normale“ Network Volk und vor allem neue Berater motivieren ebenfalls alles zu geben und erfolgreich zu werden. Doch meist geht dieser Schuß nach hinten los!

Denn in den meisten Erfolgsgeschichten fehlt eine Kleinigkeit, man vergisst zu erwähnen das Hans Müller schon seit 15 Jahren nicht mehr als Mechaniker gearbeitet hat, sondern in dieser Zeit in einer anderen Firma eine Downline aufgebaut hat. Diese hat der Super Star in sein neues Network mitgenommen und so war es natürlich einfach in 4 Monaten den Super Star Status zu erreichen.

Aber weil man es „vergisst“ zu erwähnen glauben viele neue Berater das sie dies auch erreichen können. Sie legen mit viel Elan und Begeisterung los und hören dann auf, weil sie nur „12“ neue Berater gesponsert haben und „nur“ 1000 € verdienen. Sie fühlen sich als Looser weil sie nicht so gut sind wie Hans. Und so stirbt eine erfolgsversprechende Linie den Network Tod.

Denn 12 neue Berater und eine Provision von 1000 € sind eine beachtliche Leistung für einen neuen Networker. Und sein „Versagen“ hätte vermieden werden können, wenn auch mal die neuen und noch kleinen Berater in den Magazinen zu Wort kommen würden. Mein Sponsor fragte mich ein Mal, als ich ganz am Anfang war, was ich denn erzählen würde? Ich hätte doch nichts vorzuweisen. Damals war ich als Mutter von 5 Kindern, darunter ein Säugling, gerade 21%er geworden. Ich denke das dies doch eine beachtliche Leistung war und manch eine Mutti davon motiviert gewesen wäre. Und bei so manchem Mann ein: „Wenn die das in 5 Monaten schafft, dann kann ich das schneller“ herausgelockt hätte.

Denn auch bei mir hatte dieser „Vergleich“ doch funktioniert. Mein damaliger Sponsor ist 168 cm groß und hat ein Gewicht von 180 kg, dazu einen Ziegenbart und immer Schweißflecken auf dem Hemd. Seine Frau würde man auch eher auf einem Bauernhof als in einer Parfümerie vermuten. Aber er erzählte mir in unserem Sposnorgespräch das er gerade aus Mexiko zurück käme wo er 8! Wochen Urlaub gemacht hätte und als er zurück kam lag ein Brief im Postkasten der ihm zu seinem 2. Firmenfahrzeug gratulierte. Einem SLK zu der C-Klasse die er schon hatte und alles mit dem Verkauf von Parfüm. Meine Gedanken: Wenn der das schafft…… Sie wissen schon.

Vor kurzem ist im mlm-infos.com Forum eine ähnliche Diskussion entstanden. Soll man auch jenen, die erst am Anfang stehen oder vielleicht schon aufgegeben haben die Möglichkeit geben ihre Geschichte zu erzählen? Oder nur jenen Shootingstars, teilweise schon in die Jahre gekommen und von alten Erfolgen zehrend oder gar eigentlich unten durch weil sie Berater belogen und betrogen haben?

Natürlich brauchen wir alle die Geschichte vom Tellerwäscher zum Millionär, ohne diese könnten wir uns nicht vergleichen und träumen, aber man sollte klar sagen das alles seine Zeit braucht. Denn vieles ist eben mehr Schein als sein. Wie der Spruch von Daniela Katzenberger: ich bin aussen Barbie und innen Einstein 😉

Schreiben Sie mir doch Ihre Meinung dazu, ich freue mich über einen Kommentar.

Ihre

Silke Baumer

Silke Baumer

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Ein Gedanke zu “Aussen Barbie innen Einstein

  1. Frank Kroker schreibt:

    Hallo Silke, ich kann Dir nur recht geben. Die Geschichten , wie jemand innerhalb von 4 Woch oder etwas mehr hohe Stufen erreicht kenne ich auch und sie gehn mir auf den Keks. Wichtiger finde ich die Storys, die von Menschen wie „Du und ich“ berichten, von jemandem der vergeblich auf seine Gäste wartet und trotzdm wieder einlädt, jemandem der von der Umwelt ausgelacht bzw. schief angesehen wird und trotzdem wieder das Telefon in die Hand nimmt. Ja, diese Storys werden gerade von unseren neuen Kollegen gebraucht und auch von den schon etwas älteren.
    Vor Jahren, bei ener Firme mit dem P im Titel , war ich mit meiner Frau zu einer Großveranstaltung eingeladen, trotz relativ wenig Geld haben wir uns auf de Weg gemacht und die Sache angesehen. Es war schon interessant bis zu dem Zeitpunkt, an dem es darum geht, wie man als neuer diese Ziele erreicht. Der Superstar kam auf die Bühne und erklärte , man nimmt einfach fünf Leute und diese nehmen auch wieder 5 usw. Auf unsere Frage, wie man denn am besten an die erste 5 rankommt, kam keine Antwort! Wir haben dann später selber versucht eine Antwort zu finden…..

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